Social Media ist geben und nehmen

Social Media ist Facebook, Google+ und Twitter – und es gibt noch weitere Plattformen. Social Media ist aber zunächst einmal für viele Einsteiger Neuland, also kompliziert und macht daher Angst. Sie haben Fragen und schnelle Begründungen: Was soll ich da denn schreiben? Wen interessieren schon meine Interessen? Von meinen Bekannten ist dort Niemand zu finden. Und überhaupt: Ich brauche das nicht!

Das mag alles für Einzelne richtig sein, insgesamt ist es allerdings bedauerlich. Ich appelliere an die Neugier und den Mut der Nonliner (=digitalen Außenseiter) – und vor allen Dingen bitte ich alle Onliner (=Helfer oder Paten oder Kinder oder …) beim Blick über den Tellerrand zu helfen. Das geht z. B. nach folgender Methode:

Plattform wählen und registrieren

Egal ob Facebook oder Google+ oder Twitter oder Sonstwas, ich rate zum Start zu einer Plattformen mit möglichst vielen Mitgliedern. Sehr zu empfehlen ist dabei mindestens ein Familienmitglied oder ein Freund oder Bekannter, der die gewählte Plattform nutzt, als Paten zu suchen. Das hat den Vorteil, dass man nützlichen Tipps erhält und sich schneller zurecht findet. Besonders in Sachen Datensicherheit und Schutz der Privatsphäre kann man eventuell von den Erfahrungen eines Paten profitieren.

Kurz: Paten erleichtern den Einstieg in die Welt der sozialen Netze. Patenschaftliche Hilfe sollte aber nicht abhängig machen, sondern Wege für die Selbstverantwortung aufzeigen.

Freunde wählen und folgen (=nehmen)

Die erste Zeit in einem virtuellen Netzwerk kann ganz schön einsam sein. Hier hilft es, den Paten als Beispiel zu nehmen und zu sehen, welchen Freunden – oder Followern oder wie immer diese virtuellen Bekannten genannt werden – er sich angeschlossen hat. Wenn man dort Personen entdeckt, die Interessantes berichten, kann man ihnen folgen. Gleichzeitig kann man sehen, welchen Menschen diese neuen Freunde folgen und wie interessant deren Beiträge sind, um ihnen ggf. auch zu folgen.

Kurz: Nicht versuchen, reale Freundeskreise virtuell abzubilden, sondern systematisch neue Kreise aufbauen! Die Wahrscheinlichkeit, dass bei diesem Nehmen aus den neuen Kreisen ein persönlicher Lernprozess angestoßen wird, ist groß!

Kommunizieren (=geben)

Der nächste Schritt wird leider viel zu oft von Einsteigern in soziale Netze vernachlässigt. Wie im realen sozialen Leben sollte man aber auch offen sein und über eigene Erfahrungen berichten. In der Regel freuen sich Freunde, wenn man ihnen sagt, dass man gleiche oder ähnliche Erfahrungen gemacht hat. Oft kann man helfen, wenn man vorsichtig eigene Lernwege schildert.

Kurz: In den sozialen Netzen wird kommuniziert. Kommunikation ist keine Einbahnstraße, sondern ein Geben und Nehmen.

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3 Gedanken zu „Social Media ist geben und nehmen

  1. wie wahr, wie wahr, vor allem mit dem nehmen. Ist mir jetzt in den letzten Tagen besonders bei mir aufgefallen.Habe hier im Quartier eine Gruppe ALTER-native wir nennen uns die „Kümmerer“
    so eine Art Nachbarschaftshilfe, ich gebe PC Nachhilfe, verleih mein Auto und…..und. Ich nehme, nichts, nichts aber die Treffen der Gruppe sind auch eine Bereicherung.
    GRÜSSE Ellinor

  2. Wer nichts gibt, bekommt auch selten etwas zurück!
    Im Moment versuche ich mit einer älteren Dame (72) den Einstieg auf den Sozialplattformen.
    Aus gesundheitlichen Gründen hat sie ihren Wohnsitz nach Thailand verlegt. Den Kontakt zu Deutschland pflegt Sie über Skype und Facebook.
    Bei Google haben wir uns schon registriert. Viele Annährungspunkte gibt es wenn man Kommentare auf Blogbeiträge hinterlässt.
    In Bezug auf Schulen muss ich feststellen dass Lehrer auf Facebook, Google etc. kaum unterwegs sind.
    Die Verunsicherung der Lehrer kommt dann meistens bei den Eltern an. Auch auf Facebook gibt es geheime oder geschlossene Gruppen auf den man in Gruppen zusammen arbeiten kann.
    Bin zur Zeit in Ban Chang / Thailand Elementary school, hier nutzt man auch den Youtube Channel um zu lernen.

  3. Hallo Herr Sievert,

    ich bin erst jetzt auf Ihre Seite gestoßen und finde ihre Blogeinträge sehr schön zu lesen. Mir gefallen vor allem die praktischen Beispiele.
    Ich selbst betreibe ein Portal welches sich zur Aufgabe gesetzt hat die digitale Welt einfach zu erklären und auch das Angebot macht Fragen an uns zu geben. Damit ist man dann nicht allein gelassen und begibt sich auch nicht in die Abhängigkeit anderer.
    Ich würde mich freuen wenn Sie mit mir Kontakt aufnehmen – evtl ergeben sich hier gemeinsame Möglichkeiten.

    MfG
    Gerold Nagel

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