Mobile Welten – Android geht auch!

Seit einer Woche habe ich ein neues Spielzeug. Es ist handlicher als mein 9,7″ großes iPad, aber größer als mein 3,5″ großes iPhone. Das folgende Bild zeigt das Galaxy Tab 2 mit seinem 7″ Bildschirm.

Für mich sind mit dieser Anschaffung mehrere Fragen verbunden: Bin ich mit diesem kleineren Gerät mobiler als mit dem größeren iPad? Ist die Bedienung und vor allen Dingen die Lesbarkeit besser als auf dem kleinen iPhone? Welche Vor- und Nachteile hat das Betriebssystem Android gegenüber dem iOS von Apple? Ist so ein Tablet geeignet, um bisherige digitale Außenseiter ans Netz heranzuführen oder digitale Wenignutzer zu mehr Aktivitäten im Netz zu motivieren.

Diese Fragen lassen sich sicher nicht in einem einzigen Blogbeitrag beantworten. Erste Erkenntnisse möchte ich aber doch schon mitteilen.

Mobilität

Ich unterscheide seit einiger Zeit zwei Arten der digitalen Mobilität, die sich für mich ergeben haben, seit ich vor einem Jahr ein Tablet nutze. Bis dahin hatte ich entweder mit dem Desktop-PC oder dem Laptop am Schreibtisch gearbeitet oder war mit dem Laptop und dem kleine Netbook auf Reisen gegangen (Mobiltität 1). Mit dem Tablet war ich dann fast den ganzen Tag unabhängig vom Schreibtisch. Bequem im Sessel sitzend konnte ich auf eingehende eMails antworten oder schnell einmal im Netz surfen, wenn zwischen meiner Frau und mir eine Unstimmigkeit bestand. Auch konnte ich viel einfacher dem Tagesgeschehen folgen, denn RSS-Feeds, Twitter und Facebook waren plötzlich immer greifbar (Mobilität 2).

Für die beiden hier geschilderten mobilen Aktivitäten ist das kleinere Tablet nach dem ersten Eindruck gut geeignet. Im Gegensatz zum größeren iPad lässt es sich leichter verstauen, denn es passt in jede „weibliche“ Handtasche, in jede „männliche“ Jackettasche und eventuell auch in in eine Jeans-Hosentasche. Falls man eine Ausführung mit 3G nutzt, ist man dann auch wirklich von WLANs und WLAN-Hotspots unabhängig – wenn das 3G-Netz dann mal überall vorhanden wäre ;=). Im Gegensatz zum wesentlich handlicheren iPhone ist der Bedienungs- und Lesekomfort doch schon um einiges besser.

Sobald man allerdings produktiv werden will, z.B. einen Blogbeitrag wie diesen schreiben möchte, lässt die Freude merklich nach. Die Tastatur ist wie beim iPhone für derartige Dinge nur eingeschränkt nutzbar.

Vorläufiges Fazit: Die Wahrheit liegt auch hier, wie so oft, in der Mitte. Das kleine Tablet kommt an!

Betriebssystem

Meine Erfahungen mit Android sind so neu wie das kleine Tablet. Nachdem ich am ersten Tag endlich die voreingestellten Automatiken abgestellt hatte, ging es aber sehr gut. Ich habe versucht, die mir von iOS bekannten Apps zu installieren, was überwiegend gelungen ist, denn so sehr unterscheiden sich die Systeme auf den ersten Blick gar nicht! Auf dem zweiten Blick habe ich dann allerdings Vor- und Nachteile entdeckt.

Da ich die Computerei von Windows her kenne, gefällt mir natürlich, dass ich meine Ordner und Dateien sehen und selbst hin und her bewegen kann. Angenehm ist auch die Zusammenfassung der Funktionen, die man immer wieder nutzt, rechts unten auf dem Bildschim. Ein Tipp und ich kann nicht nur die Synchronisation ein- und ausschalten, sondern auch WLAN, GPS und die 3G-Datennutzung. Hier findet man auch schnell die übrigen Einstellungen und die aktuellen Mitteilungen.

Nicht ganz so gut gelungen scheint mir die „Flüssigkeit“ der Nutzung. Es gibt immer wieder Situationen, in denen die iOS-Geräte irgendwie geschmeidiger arbeiten. Oft fehlen kleine Hilfen, so kann man z.B. bei komplexen Websites anders als bei iOS im Browser den Ballast nicht abschalten und nur den Text lesen. Auch fehlen die sehr angenehmen Bedienhilfen, wie Text lesen usw.

Vorläufiges Fazit: iOS gefällt mir besser, aber Android geht auch!

Eignung

Zur Eignung dieses kleinen Tablets für Menschen, die bisher keinen oder wenig Zugang zum Internet haben, kann ich kaum etwas sagen. Die Frage nach dem Betriebssystem stellt sich für Einsteiger sicher weniger als die Frage nach der Größe der Geräte. Gerade diese hängt aber stark von der persönlichen Nutzung ab.

Mein Fazit: Wer die Mobiltät liebt und wenig am Schreibtisch arbeitet, sollte sich ein kleines Tablet der 7″-Klasse einmal ansehen.

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Ein Gedanke zu „Mobile Welten – Android geht auch!

  1. Hallo Horst! Ja, man kann nicht so einfach sagen, welches Betriebssystem mehr Vor- und Nachteile hat. Die gängigen Apps haben beide, also liegt es auch an den eigenen Anforderungen, welches Gerät man für sich als optimaler empfindet.
    Zu den Samsung-Geräten kann ich im Moment noch nichts sagen, weil ich diese noch nicht selber getestet habe. Wir haben 3 unterschiedliche Modelle. Die Kollegen sind da auch noch unterschiedlicher Meinung. Das Galaxy Tab wird aber derzeit favorisiert. Das Galaxy Notes bietet zusätzlich noch die Möglichkeit es mit Stift zu bedienen. Ich werde die beiden Kollegen befragen, die jetzt die Geräte getauscht haben und weiter testen… Das Nexus habe ich nur 2 x kurz getestet, das schien mir aber nicht so flott zu sein. Wir werden es uns weiter anschauen…

    Das Asus EeePad wäre für mich eine Alternative zum IPad. Sehr gut zu bedienen,
    man kann mit oder ohne Dockingstation arbeiten, die es inzwischen ja auch für das IPad gibt. Wer also schon mit Android arbeitet, wäre damit gut bedient. Aber – zur Zeit kann man halt auch nur mit WLAN arbeiten und für die Handtasche ist es auch nicht unbedingt geeignet. Man wird sehen, welche Modelle vom Nutzer besser angenommen werden…;-))

    Gruß Anntheres

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