Tablets – Welches kaufe ich?

Eine der schwierigsten Fragen ist: Welches Gerät soll ich mir kaufen? Das ist sicher grundsätzlich so, denn dieser Rat ist oft stark von persönlichen Einschätzungen abhängig. In einem früheren Beitrag habe ich die Antwort schon etwas eingegrenzt und für Nonliner – sprich Einsteiger in die Welt des Internets – von Desktop-PC und Laptop abgeraten und einen Tablet-PC empfohlen. Damit sind die Möglichkeiten zwar eingegrenzt, die Auswahl ist – mindestens theoretisch – aber noch immer groß.

Deshalb stellt sich für mich zunächst die Frage: Was soll das Gerät denn können? In der Regel fällt auch die Antwort auf diese Frage nicht leicht, so dass ich weiter eingrenze und anders herum frage: Was ist am Gerät nicht erforderlich?

  • Kamera: Nicht nur das iPad, sondern auch die Wettbewerber treten gerade in den Pixel-Krieg mit den Kameras. Dabei sollte sich jeder fragen, ob er mit einer Kamera fotografieren oder Videos aufnehmen möchte, die fast 25 mal 20 cm groß ist? Nach meiner Erfahrung wird nur die ohnehin kleinere Frontkamera für Video-Telefonie mit den Apps Skype oder FaceTime benötigt. Also: Kameragröße ist egal.
  • 3G: Diese Technik verspricht die bequeme Nutzung des Internets auch außerhalb eines WLAN-Zugangs. Die Erfahrungen zeigen aber, dass das 3G-Netz aber oft nicht vorhanden ist, z.B. während der Zugfahrt im flachen Land, oder überlastet ist, z.B. auf dem Bahnhof oder in Großstädten. Also: Tablet mit WLAN – heißt in der Regel WiFi – reicht meistens aus!
  • Speicher: Die Größe der Datenspeicher reicht meistens von 16 bis 64 GB. Speicherplatz ist u.a. erforderlich, wenn man Musik, Bilder und Videos abspeichern möchte. Für Musikfreunde bietet z.B. Apple mit dem Angebot Match die Möglichkeit für einen Jahresbeitrag eine umfangreiche Musiksammlung in der Cloud, also außerhalb des Tablets, zu speichern. Freunde von Fotos und Videos nutzen ein Tablet in der Regel nicht als Archiv, sondern haben nur die aktuellen Bilder und Videos zum Präsentieren dabei. Also: 16 GB Speicher reicht meisten aus!

Dann stellt sich noch die Frage nach den Dingen, die eventuell ohne Aufpreis enthalten und nur für bestimmete Kreise wichtig sind. Die Bedienungshilfen der Apple-Geräte sind z.B. für Blinde und Sehbehinderte sehr interessant.

Mir bleibt nur die Hoffnung, dass diese Erfahrungen auch anderen etwas helfen. Möge der Kauf gelingen wünscht
HoSi

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8 Gedanken zu „Tablets – Welches kaufe ich?

    • Es gibt noch einen Aspekt, den ich bewusst ausgelassen habe, um nicht als „von Apple abhängig“ zu erscheinen: Besonders der Einsteiger ist auf Hilfe angewiesen, die er schlechter bekommt, wenn es sich ein wenig verbreitetes Gerät anschafft. Beim iPad liegt man da sicher noch einige Zeit auf der sicheren Seite.

  1. So unterschiedlich können Bewertungen sein…

    Nur 2 Punkte:

    An die 3G Funktion ist bei Apple ein integriertes GPS Modul gekoppelt, das heißt das IPad ist mit zusätzlichen Apps als Navi zu verwenden. Da sich das ganze mit Karten koppeln lässt und es eine ganze Reihe zusätzlicher, auch kostenfreier Software gibt, ist es aus meiner Sicht eine recht sinnvolle Erweiterung. Egal ob später noch die SIM-Karte hinzu kommt oder nicht.

    Was den Speicher betrifft, setzt die Cloud eine Internetverbindung voraus, wenn ich aber auf die 3G Ergänzung verzichte, bin ich für meine Daten immer auf ein zugängliches WiFi Netz angewiesen. Auf dem IPad ist mit 16 GB eindeutig zu wenig Platz vorhanden, zumal 6GB alleine für das Betriebssystem weg sind. Eine meiner „Hauptanwendungen“ für das IPad: Bedienungsanleitungen! So ziemlich jede Bedienungsanleitung meiner Geräte welche sich als PdF Datei laden lässt, findet sich mittlerweile auf meinem IPad. Hinzu kommen jede Menge Musik und Beiträge aus den Mediatheken. Für Elektronik Freaks lässt sich sogar der Reichelt Katalog als App in „Blätterversion“ laden.

    Also Speicher kann es nie genug sein….

    Wenn ich dann mal im Zug sitze habe ich genug „Stoff“ auf dem „Tablett“ ohne eine Netzanbindung.

    • Ja, so unterschiedlich kann man besonders die erforderliche Technik sehen. Deshalb auch in einem vorherigen Beitrag der Rat, mit einem Interessenten genau abszustimmen – zu planen – was er benötigt. Selbst das ist wohl kaum ohne Einflussnahme möglich ;=).

  2. Hier mein Beitrag zur Meinungsvielfalt: Ich bin der 16GB-Wlan-Kamera-Liebhaber und bin meiner Patin sehr dankbar für ihren Rat beim iPad2Kauf im vorigen Jahr. Sie kennt mich und meine virtuellen Interessen sehr gut. Eine solche Ratgeberin ist unbezahlbar, das kann kein Store der Welt leisten. Kamera habe ich im Sessel sitzend zufällig entdeckt, weil ich urplötzlich meine hochgelagerten Beine auf dem Bildschirm hatte. Ich habe keinen digitalen Fotoapparat, und deshalb liebe ich mein iPad fürs Fotografieren und Video machen können. Und für den ganzen umfangreichen Rest natürlich auch.

  3. Nachtrag:
    Gerade das IPad wirft auch Probleme auf, da Flashanimationen nicht funktionieren und dadurch viele Webseiten nicht nur anders dargestellt, sondern im schlimmsten Fall auch unzugänglich sind. Auch die direkte Abschottung zu USB oder Speicherkarte wirft Probleme auf und „kastriert“ den Anwender.
    Hier sind Kunstgriffe wie Dropbox oder bspw. der Versand an die eigene Emailadresse nötig.

    Problem bei der Anschaffung;
    Wie so oft kommt der Apettit meist beim Essen und man kann die Erfordernisse zu Beginn nur sehr schlecht einschätzen. Wird eine Digitalkamera angeschafft oder gar das „Videografieren“ entdeckt, wird es sehr schnell eng mit dem Platz.
    Kürzlich kam bei mir ein DVB-T Empfänger dazu, welcher mir erlaubt quasi überall wo Terrestrisch Digitales Fernsehen empfangbar ist, das auch zu tun. Überraschung dabei: Man kann auch Fernsehbeiträge aufnehmen!
    Was wird aber unbedingt gebraucht?
    Genügend Speicherplatz!

    • Danke, das Bild rundet sich: Schon bei der Anschaffung von Technik muss ein Kompromiss zwischen wünschenswert und kann ich mir leisten gefunden werden.

      Wenn ich dann den bisherigen digital abstinenten Nutzer im Auge behalte, würde ich mich weiterhin allerdings für eine sparsame Version entscheiden. Dort schrecken hohe Kosten meistens ab!

      Das hält mich persönlich allerdings nicht davon ab dir recht zu geben ;=).

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